C/2012 K1 PanSTARRS am 24.05.2014

Nach dem Kauf meiner neuen Montierung im Februar auf dem ATH bin ich immer noch dabei diese auf Herz und Nieren zu testen. Nachdem die “un-guided” Nachführgenauigkeit locker für Aufnahmen mit 200mm (dito) und Belichtungszeiten bis zu 120s ausreicht habe ich nun auch mal mein 114mm/900mm Newton auf die Montierung gesetzt. Mit leichten Abstrichen ist es damit möglich zumindest schon einmal 60s zu belichten.

Das Bild zeigt einen auf 3:1 verkleinerten Ausschnitt aus dem Original. Es besteht aus 32 Lights mit je 60s bei 800Iso am 900mm/7.9 Newton mit meiner Nikon D90 abzüglich eines Darks aus ebensovielen Aufnahmen. Das fehlende Flat habe ich durch ein ebenen des Hintergrunds mit Aussparung des Kometen ausgeglichen.

PanSTARRS K1 am Abend des 24.5.2014.

PanSTARRS K1 am Abend des 24.5.2014. Stack aus 32 Aufnahmen (Nikon D90, 60s, 800 Iso mit einem 114mm/900mm Newton) mit Fitswork gestakt und auf den Kometen ausgerichtet. Dark aus 32 Aufnahmen. 1:3 Ausschnitt aus der Original Datei.

Alle meine fotografisch erfassten Kometen gibt es übrigens im meiner Kometengalerie zu sehen.

C/2012 K1 PanSTARRS am 19.05.2014

PanSTARRS zieht nach wie vor (hier am 9.5. und 14.5.) durch den großen Bären (Ursa Major) und steht damit gegen Mitternacht fast im Zenit. Eine ideale Position um den Kometen zu beobachten und zu fotografieren.

PanSTARRS K1 am Abend des 19.5.2014.

PanSTARRS K1 am Abend des 19.5.2014. Stack aus 30 Aufnahmen (Nikon D90, 60s, 800 Iso mit einem 70-200mm/2.8 er Teleobjektiv bei 200mm/5.6) mit Fitswork gestakt und auf die Sterne ausgerichtet. Dark aus ebenfalls 30 Aufnahmen. 1:3 Ausschnitt aus der Original Datei.

PanSTARRS K1 am Abend des 19.5.2014.

PanSTARRS K1 am Abend des 19.5.2014. Stack aus 30 Aufnahmen (Nikon D90, 60s, 800 Iso mit einem 70-200mm/2.8 er Teleobjektiv bei 200mm/5.6) mit Fitswork gestakt und auf den Kometen ausgerichtet. Dark aus ebenfalls 30 Aufnahmen. 1:1 Ausschnitt aus der Original Datei.

PanSTARRS C/2012 K1 bei M 106

Letzte Nacht passierte der Komet PanSTARRS die Galaxie M 106 in den Jagdhunden. Die unten gezeigte Aufnahme gelang mir mit einem 200mm Teleobjektiv Piggy-back auf meiner Meade LXD75 nachgeführt. Es wurden 45 von 50 Aufnahmen mit 30s Belichtungszeit bei 800 Iso mit Fitswork addiert. Die Bewegung des Kometen ist in den 20min zwar sichtbar, dennoch habe ich auf die Sterne ausgerichtet, da so ein schärferes Gesamtbild entsteht. In Photoshop wurde der Hintergrund noch etwas geglättet und das Bild verkleinert.

Eh Voilà, PanSTARRS K1 neben M106 und einigen weiteren NGC Objekten bei Vollmond:

C/2012 K1 PanSTARRS

Am Abend des 9.5.2014 konnte ich endlich den neuen PanSTARRS sehen. Zunächst visuell am 8″ 3000mm Refraktor der Sternwarte Aachen und dann auch Fotografisch.

Leider lief die Nachführung nicht sehr exakt, so dass ich nur etwa 15s belichten konnte. Das Bild besteht aus 50 Belichtungen à 15s mit 6400 Iso fokal am Refraktor. Die Bilder wurden mit Fitswork auf die Sterne ausgerichtet und per manueller Verschiebung auf den Kometen nachgeführt (Details z.B. in Jans Tutorial Teil 1 und 2). Neben der kurzen Belichtungszeit haben Dunst und Mond ihr übriges getan. Aber immerhin habe ich ihn bei dem Wetter mal erwischt!

C/2012 K1 PanSTARRS

Tag der Astronomie am 5.4.2014 an der Sternwarte Aachen

Wie auch in diesem Blog angekündigt wurde der Tag der Astronomie 2014, auch an der Sternwarte Aachen, mit einem Tag der offenen Türe begangen.

TagderAstronomie2014-SternwarteAachen_15_DSC_5393_Kopie_klein[1]

Der Tag der Astronomie an der Sternwarte in Aachen. Am Abend klarte es auf und neben dem Mond und Jupiter war auch der Mars im großen Refraktor der Sternwarte zu bewundern.

Simulation von Einschlagskratern

Die Vorträge im Vortragsraum waren gut Besucht. Da allerdings das Wetter anfangs noch keinen Blick auf ein Himmelsobjekt freigeben wollte, wurde bei dem warmen und trockenen Wetter am Nachmittag hauptsächlich gebastelt und gefachsimpelt. Besonders beliebt waren natürlich die Starts der Wasser-Raketen und die Simulation von Einschlagskratern. Hierbei wird die Mondoberfläche aus Mehl und Kakaopulver von Stein-Impaktoren von der Terasse der Sternwarte getroffen. Das war auch 2012 schon einer der Publikumslieblinge. So wurde das Kinderprogramm wie auch in der vergangenen Jahren zu einem großen Erfolg.

Sonnenuhren Basteln

Basteln von Sonnenuhren

Erst später war es dann auch möglich die Sonne zu beobachten und die gebastelten Sonnenuhren auf ihre Korrektheit zu überprüfen. Auch wenn das mit den selbstgebauten Sonnenuhren nur teilweise gelang.

In der Dämmerung klarte der Himmel schließlich komplett auf und es war möglich schon vor Sonnenuntergang den Jupiter und den Mond zu beobachten. Es ist ein richtiger Wettstreit entbrannt, wer denn nun als erster den Jupiter zu Gesicht bekommt. Gewonnen hat schließlich Lukas mit der Pi mal Daumen Methode. Ein mit -2mag verhältnismäßig schwacher Iridium Flare in der Dämmerung läutete schließlich die nächtlichen Beobachtungen ein. Neben dem großen Refraktor in der Sternwarte war vor allem der 13″ Selbstbau Dobson ein Hingucker. Aber auch die kleineren Teleskope, welche die Mitarbeiter des Arbeitskreises aufgestellt hatten waren immer wieder im Einsatz und Gesprächsstoff, da diese, viel eher als der Dobson oder der große Refraktor, auch für den Einstieg in die Astronomie in Frage kommen und damit also potentielle Geburtstags- und Weihnachtsgeschenke von Interesse sind. Bis etwa 23:00h konnten so neben dem Mond auch die Planeten Jupiter mit seinen vier Galileischen Monden, der Mars und natürlich ein paar besonders Helle Deep-Sky Objekte wie M81/82, der Eskimo-Nebel oder der Kugelsternhaufen M3 beobachtet werden.

Neben den hier gezeigten und verlinkten Fotos, findet sich auch eine Reihe von Fotos zum Astrotag in Aachen auf meiner Homepage: https://www.fotowald.de/thumbnails-124.html. Auch wenn der Tag der Astronomie 2014 an der Sternwarte in Aachen nicht ganz so gut besucht war wie in früheren Jahren, was durchaus auch auf das Wetter zu schieben ist welches erst am Nachmittag den Blick auf den Himmel frei gab, so war es wieder ein sehr schöner Tag mit vielen interessierten Menschen und einer Reihe angeregter Diskussionen.

EDIT:

Auch in anderen Teilen Deutschlands wurde der Astronomietag genutzt um einer breiten Öffentlichkeit die Astronomie näher zu bringen. So u.a. hier in der Region in Bonn (dito) und am Hohen List, aber auch in Jena (dito), oder Rostock.

Ankündigung: Tag der Astronomie – 05. April 2014

Der Tag der Astronomie am Samstag dem 5. April rückt immer näher. Natürlich ist auch die Sternwarte Aachen wieder mit dabei. Ab 15:00h bis “Ende offen” ist die Sternwarte dann geöffnet. Neben einer Reihe Vorträge wird es auch wieder Basteleien und Experimente für Kinder geben, sowie eine Ausstellung von Meteoren oder einfachen Sonnenuhren. Den ganzen Tag wird es, vorausgesetzt das Wetter spielt mit, natürlich auch die Möglichkeit geben Sonne und Mond, sowie später Planeten und andere astronomische Objekte zu beobachten. Dabei stehen neben dem 8″ Refraktor der Sternwarte auch eine Reihe privater Teleskope ganz unterschiedlicher Größen zur Verfügung.

Einen Eindruck des Tages der Astronomie 2012 kann man u.a. hier bekommen.

Tag der Astronomie 2012

“Sidewalk Astronomy” im Gedenken an John Dobson

Zum Gedenken an den kürzlich verstorbenen Amateurastronomen John Dobson haben die Sidewalk Astronomers zu einer International Sidewalk Astronomy Night (ISAN), also einer öffentlichen Beobachtung, aufgerufen. John Dobson, der am 15. Januar 2014 im hohen Alter von 98 Jahren verstarb, is vor allem als der Entwickler des Dobson-Teleskops bekannt. Er ist ein Mitbegründer der oben erwähnten Sidewalk Astronomers (Gehweg-Astronomen). Bei der Gehweg-Astronomie geht es darum sich mit einem Teleskop auf einen belebten Platz zu stellen und vorbeigehende Passanten zur Beobachtung einzuladen. Auf diese Weise kann die Astronomie einem großen Publikum näher gebracht werden.

Auch einige Mitglieder des Arbeitskreises der Sternwarte Aachen haben an dieser Veranstaltung am 08. März 2014 teilgenommen und sich mit ihren Geräten im Elisengarten in Aachen aufgestellt.

Sidewalk Astronomers in Aachen

Teilnehmer an der ISAN 2014 im Gedenken an John Dobson

Bei idealem Wetter konnten tagsüber die Sonne (mit geeigneter Filterung im Weißlich und Licht der H-alpha Linie) sowie der Mond beobachtet werden. Dabei stand eine große Auswahl an Teleskopen, u.a. ein Refraktor mit Herschelkeil, und mehrere Maksutov-Teleskope mit Folien-Filtern zur Verfügung. Insbesondere für den Mond und die abendliche Beobachtung wurden dann größere Schmidt-Cassegrain Teleskope und natürlich einige Dobson Teleskope aufgebaut.

Weitere Fotos von der Veranstaltung gibt es unter: https://www.fotowald.de/thumbnails-119.html